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Anette Koch – „ceci n’est pas une fleur“

12. Juli, 19:00 - 7. September, 19:00

Zur Vernissage am 12. Juli 2018 ab 19 Uhr laden wir herzlich ein!

Zudem veranstalten wir am Sonntag, 15. Juli um 11:30Uhr Cello & Lyrik, weitere Informationen auf unserer Seite News & Events.

Magritte sagt in einem seiner berühmtesten Bilder, „la trahison des images„, „der Verrat der Bilder“: „Ceci n´est pas une pipe.“, „Das ist keine Pfeife.“

Anette Koch rückt den Dingen nah, sucht und findet in den Formen und Farben der Natur die versteckte Abstraktion und verweist damit auf weitere Wirklichkeiten.

 

Anette Koch, Frühjahr 2018:

Serie „Blütenbilder“

„Mit der Thematik der Vegetation beschäftige ich mich seit 1997. In diesem Zeitraum sind etliche z.T. großformatige Ölbilder auf Leinwand entstanden.

Arbeitsgrundlage sind selbst erstellte Photographien, die als Ideengeber für die Komposition und dann als Vorlage für Details dienen. Die verwendeten Ölfarben sind auf eine geringe Farbpalette reduziert (völliger Verzicht auf Schwarz, in den späteren Arbeiten auch auf vorgefertigte Brauntöne), entfalten aber durch Zugabe von Pigmenten und der Mischung untereinander ein reiches Spektrum. Die floralen Motive sind Anlass zu sehr intensiven Studien an Farb- und Flächenkomposition, Rhythmisierung von linearen Strukturen, Auflösung der Form in reine Farbgestaltung, Wechsel von Licht in seinen verschiedensten Varianten und Schatten. Und trotz der leicht lesbaren Erkennbarkeit von Pflanzen findet gleichzeitig eine Verfremdung durch eigentlich photographische Mittel wie Unschärfen und starker Vergrößerung statt.

 

 

 

 

 

In den frühen Arbeiten auf Papier und dann kleinere Leinwand Formate (50 cm x 50 cm) aus der Serie „Blütenbilder“ habe ich mich auf ein Motiv beschränkt -die Darstellung einer voll erblühten roten Rose in Seitenansicht-, an dem ich in unterschiedlichen Techniken und Malstilen Möglichkeiten der Kompositionen erforschte, aber auch, wie Wahrnehmung und Erkenntnisprozess funktionieren könnte. So zum Beispiel, dass ein schlichtes rotes Quadrat durch eine es in einem bestimmten Winkel berührende grüne Linie als Blüte identifiziert werden kann.

Später folgten mehrere großformatige Bilder (150 cm x 190 cm) mit neuen Motiven, es waren vor allem Amaryllen (die ich als geliebte Topfpflanzen daheim hege) und Blattpflanzen, die auch auf meinem Fensterbrett im Blumenkasten und in der Vase gedeihen. Zu der Zeit fing ich an, mich auf einen photorealistischen Malstil zu beschränken. Die dargestellte Vegetation erscheint nun in Überlebensgröße (ein Betrachter: „Ich werde zur Biene“), das Bild wirkt wie eine Makroaufnahme. Es waren v.a. die Binnenstrukturen in den Flächen wie das Aderwerk, die mich in einer Reihe von Bildern besonders interessierten. In der Folge entstanden üppige, farbstarke Bilder mit vielen Differenzierungen und Details, die von Lebenskraft und Vitalität der botanischen Natur zeugen, und die Assoziationen von menschlicher Körperlichkeit und Sexualität, aber auch von Aggressivität zulassen. Die Formate wurden kleiner, 100 cm x 150 cm, bzw. die Halbierung auf 50 cm x 150 cm. Dieses eher schwierige Format reizt mich bis heute sehr. In den nun entstandenen Bildern steht mit den Korbblütlern wie Gerbera und Chrysantheme eine andere Blütenform im Vordergrund, die in der Seitenansicht eine formatfüllende Ausdehnung hat.

Auch der Blick in die Fülle, also z.B. bodennah in eine Wiese, oder in ein Feld voller Löwenzahn, wird zum Thema. Es geht um die Bewältigung des „Chaos“, die Strukturierung des Raumes durch Rhythmik, auch um die Spielerei mit Schärfe und Unschärfe, welche wiederum stark an photographische Techniken erinnert. Es verändert sich das Farbspektrum, verschiebt sich vom Rot in das Grün, und dann in das Weiss, es verändert sich der Fokus, entfernt sich von der Fläche hin zur Linie. Und damit kommt noch eine weitere pflanzliche Gruppe hinzu, die der Schlingpflanzen. Es sind Dynamik, Kraft, Eigenwilligkeit, unbedingter Lebenswille, auch animalische Rücksichtslosigkeit, die mir als Begriffe beim Malen zugegen sind, eine eigenartige Form von „Persönlichkeiten“. Meine Bilder beginnen sich wieder mehr von der naturalistischen Vorgabe zu lösen, die Bildwelten werden eigen.“ Anette Koch

 

 

 

Am ersten Wochenende der aktuellen Ausstellung, dem 14. und 15. Juli 2018  findet auch Kunst im Karree statt, wobei sehr viele Ateliers mit offenen Türen locken, auch das von Anette Koch in der Türkenstrasse 78.

Wir selbst dürfen als Galerie leider nicht im Verteiler erscheinen, möchten Sie als unsere Kunden und Interessenten jedoch auf diese Gelegenheit aufmerksam machen Schwabing zu durchwandern und Künstler in ihren Ateliers zu besuchen.

 

Details

Beginn:
12. Juli, 19:00
Ende:
7. September, 19:00
Veranstaltungkategorie:
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Veranstaltungsort

Galerie Scheytt
Kaiserstrasse 23
München, 80801 Deutschland
+ Google Karte
Telefon:
08938999009

Veranstalter

Geschwister Scheytt GmbH
Telefon:
089 38 999 009
E-Mail:
mail@scheytt-muenchen.de
Website:
http://scheytt-muenchen.de/