Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Fred Bourguignon – ein Künstlerleben

6. Juni, 19:00 - 7. Juli, 15:00

FRED BOURGUIGNON

Ein Künstlerleben von 1916 bis 2008

Malerei, Hinterglasbilder, Monotypien und Lyrik

Für den Dichter Henri Michaux schafft es die Malerei Schwingungen des Geistes aufzufangen, die von der Sprache nicht mehr erreicht werden. Hier findet sich der Anknüpfungspunkt zu den Arbeiten seines Künstlerkollegen Fred Bourguignon. Er war ein wichtiger Vertreter der Malerei der Lyrischen Abstraktion in Frankreich. Seine Arbeiten finden internationale Anerkennung.

Fred Bourguignon wurde 1916 auf der Insel Oléron geboren.

Als Mitherausgeber der Literaturzeitschrift „La Tour de Feu“ – mit P. Boujout – verlegte er sich in Jarnac ab 1932 auf Wort, Schrift und Poesie. 1945 entstehen die ersten Ölbilder. Ab 1950 ist er Mitglied der Bewegung „Abstraction Lyrique“. Das in den Kriegsjahren vermisste Schöne, Klare, Poetische wird in die Malerei gebracht. 1956 verfasst er zusammen mit Bryen, Matthieu, Humeau und vielen anderen das Manifest „Révolution del l`Infiguré“: Das „Nichtfigürliche wird durch die Erweiterung der Schrift zur Vollendung der Malerei“. 1958 führte er einen Briefwechsel mit Gaston Chaissac, sein Nachlaß an Korrespondenz ist beeindruckend. 1962 ist er einer von 110 Malern, die in der viel beachteten. Ausstellung „Collections d´expression francaise“ im Musée des Art Décoratifs“ in Paris ausgestellt werden.

1968 entstehen Glasfenster für die Kapelle in Cavignac (Gironde, F). Die zweite Hälfte der 1960er Jahre sind geprägt durch eine Anlehnung an das „art brut“ – bis zu seinem ersten Aufenthalt in Bonaguil – dort entdeckt er die Leichtigkeit und die Strahlkraft der Farben.

1974 wagt er mit seinen ersten Hinterglasbildern die Umkehrung der Malerei. Bis zu seinem Tod im 2008 lebt und arbeitet er am Fuß der Burg in Bonaguil. Das Maß der Formen, die Energie der Farben, die Arbeit mit der Spachtel und die Lust an der Entdeckung gehörten untrennbar zu seiner Arbeitsweise und zu seiner Bildsprache.

Durch den Kunstraum Kettner kamen seine Werke 2001 erstmals zu einer Ausstellung nach Süddeutschland. Mehrere Ausstellungen folgten seitdem. Im Jahr seines Todes wurden seine Arbeiten umfänglich im Diözesanmuseum St. Ulrich in Regensburg und im Diözesanmuseum St. Afra in Augsburg präsentiert – dazu ist ein Katalog erschienen.

Im Lauf der Jahrzehnte ist das Werk von Fred Bourguignon unzählige Male ausgestellt worden. Vor allem in Paris (jährlich 1993 bis 2006) und in Südwestfrankreich. Erste Retrospektiven haben 1996 in Agen (F),1997 in Portland (Oregon, USA) und 2001 in Mont-de-Marson (F) stattgefunden, nach seinem Tod 2011 in Monsempron-Lisbos (ausschließlich Hinterglasbilder) und 2013 in Issoire.

In den Jahren 2014, 2015 und 2016 zeigte die Galerie Wimmer eine Auswahl aus seinem Schaffen.

Seine Werke hängen weltweit in Museen und vor allem in Privatsammlungen. Er veröffentlichte 30 handgedruckte Bücher mit eigener Lyrik,die er mit Holzschnitten und Zeichnungen illustrierte.

1988 wurde er  zum Thema der Magisterarbeit von Dominique Bru (Universität Bordeaux III) und 1997 drehte Jean-Pierre C. Brouat einen Kurzfilm über ihn und sein Schaffen (35 mm.).

„reveur devant tous ces ages de la vie et la brume de la mémoire je souris au sens de l´ incantatoire dans la complicité des métophores“

„Als Träumer durch alle Lebensalter und durch den Nebel der Erinnerung blickend, lächle ich über die betörenden Gefühle der geduldig wartenden Metaphern.“

Details

Beginn:
6. Juni, 19:00
Ende:
7. Juli, 15:00
Veranstaltungkategorie:
Veranstaltung-Tags:
, , , ,

Veranstaltungsort

Galerie Scheytt
Kaiserstrasse 23
München, 80801 Deutschland
+ Google Karte
Telefon:
08938999009
Website:
www.scheytt-muenchen.de